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Unikat-Treppe aus MEVACO Lochblech

Die Lochblech-Treppe ist mehr als eine Steighilfe

Wenn ein passionierter Treppenbauer aus einer der waldreichsten Gemeinden Deutschlands Holztreppen baut, ist das der Normalzustand. Wenn er aber regelmäßig und mit viel Lust, Laune und Einfallsreichtum auf Werkstoffe wie Glas, Edelstahl und Stahl zurückgreift, lohnt es sich, genauer hinzusehen. Bei Johannes Wunsch aus Forbach im Schwarzwald ist der Name Programm: In seiner Werkstatt entstehen echte „Wunsch-Treppen“ - alles Unikate, die es nirgendwo sonst gibt. Das war auch bei der Treppe aus MEVACO Lochblech der Fall, die millimetergenaue Arbeit erforderte.

Eine Treppe, die Licht widerspiegelt

Echten Erfindergeist bewies Johannes Wunsch, als es darum ging, die richtige Treppe für ein neu gebautes Einfamilienhaus zu konstruieren. „Als die Architektin anrief“, erinnert er sich, „verabredeten wir uns zu einem Besichtigungstermin vor Ort. Das Haus verfügte durch Dachfenster über ein enormes Tageslichtangebot. Das sollte auch die darunter liegenden Räume erreichen. Bevor ich mich an einen Entwurf mache, suche ich nach der Überschrift, die das jeweilige Projekt charakterisiert. Hier lag sie klar auf der Hand: Diese Treppe sollte dem Licht dienen, damit es für die Bewohner erlebbar wird.“

Sichtbare Schweißnähte sind ein Tabu

Die Wahl fiel auf MEVACO Lochblech Stahl Rv 5-7, Stahl, Blechstärke 1,5 mm, nachträglich weiß pulverbeschichtet. Damit wurde zunächst in der Werkstatt experimentiert. „Wir können mit jedem Baustoff zaubern“, lacht Johannes Wunsch, „weil wir die richtigen Spezialisten an der Hand haben - das ist auch bei Metall der Fall.“ Doch um zaubern zu können, mussten erst Modelle gebaut werden, um die wichtigsten Fragen zu klären: „Wie können wir einen Handlauf auf das Lochblech schweißen, ohne dass man Schweißnähte sieht? Außerdem gibt es beim Schweißen immer Verzug, und es entstehen Wülste, wenn jemand das Lochschweißen nicht perfekt beherrscht. So etwas wäre nicht unser Stil. Darüber hinaus schwebten uns Stufen aus massivem Blech vor, die wir über die Löcher schweißen wollten, natürlich ebenfalls ohne sichtbare Schweißnaht. Erst nachdem wir für alle technischen Herausforderungen Lösungen gefunden hatten, machten wir uns daran, die Treppenanlage in drei Baugruppen aufzulösen.“ Die erste Baugruppe führte vom Antritt zu einem Podest auf halber Höhe. Die zweite war der gerade Lauf mit acht Stufen vom Podest zum oberen Auftritt. Die dritte war das Podest selbst. Das hatte es in sich. „Es handelt sich um eine gelaserte Stahlplatte“, erklärt Johannes Wunsch, „auf die wir Lochblech schweißten. Das Material musste erst einmal gerundet werden. Mit Hilfe von Kaltverformung an der Walzenrundmaschine ist das auch gut gelungen. Mein Fachmann fürs Schweißen ist eben ein echter Künstler.“

Ein Dachfenster als Engstelle

Das nächste Abenteuer wurde die Montage der Treppe im Haus. „Da gab´s nur eine Möglichkeit“, so Johannes Wunsch. „Mit Hilfe eines Autokrans über das Dach durchs Fenster. Wir maßen alles aufs I-Tüpfelchen genau aus, und am Ende passte kein Stück Papier dazwischen.“ Für die Auflage der Treppe montierte der Handwerker einen Träger von Wand zu Wand. In der Wand selbst ruht die Treppenanlage auf eigens konstruierten Lagerständern. Zum Schluss wurden die drei Baugruppen miteinander verschraubt, dann war die Sache geschafft. Je nach Sonnenstand erleben die Bewohner nun ein einzigartiges Licht- und Schattenspiel.

Ein Nachfolger ist schon gefunden

Johannes Wunsch, der sich im „Bund deutscher Scalalogen“ intensiv mit den „Wechselwirkungen zwischen Mensch und Treppe“ auseinandersetzt, gehört zu den regelmäßigen Siegern des bundesweiten Wettbewerbs „Treppe des Jahres“. Nun hat er seinen Betrieb an einen Nachfolger übergeben. Die Kunden können sicher sein: Auch bei Michel Schaeffers wird die hohe Kunst des Treppenbaus weiterhin in Perfektion ausgeführt.

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